Chianti-Skandal
In der Toskana beschlagnahmten Suchtrupps nahezu zehn Millionen Liter Tafelwein. In teuren Flaschen mit dem Güte-Etikett Chianti-DOCG (also mit kontrolliertem und garantiertem Ursprung) sollte er in den Export gehen. Und wieder einmal stand der Ruf des weltberühmten Chianti auf dem Spiel. Zu groß scheint die Versuchung, das rasche Geld zu machen.
«Dieser beschlagnahmte Wein war ungefährlich für die Gesundheit, aber ein ekeliges Produkt, das als Chianti mit dem Gütesiegel DOCG verkauft werden sollte», erläuterte der auf Qualität bedachte Zaia: Gegen jedes Winzerregelwerk nahmen Betrüger vor allem in der Toskana und in den Abruzzen auch minderwertigen Tafelwein und machten alles zu einem angeblich wertvollen Chianti.